Wassersteine – ein Überblick

Wassersteine

Schon seit vielen Jahrhunderten wird Edelsteinen eine besondere Wirkung auf den Menschen und seine Umgebung nachgesagt. Als Schmuckstück getragen, auf bestimmte Körperregionen aufgelegt und auch in der Wohnung platziert, sollen die Steine ihre ganz eigenen Eigenschaften entfalten. Diesem Prinzip folgen auch sogenannte Wassersteine. Sie werden in ein Glas oder eine Karaffe mit Wasser eingelegt, was für eine Anreicherung der Flüssigkeit mit der Kraft der Steine sorgen soll. Auch wenn das nicht wissenschaftlich erwiesen ist, entdecken viele Menschen heute Wassersteine für sich.

Warum Wassersteine verwendet werden

Wassersteine haben eine lange Geschichte. Schon Hildegard von Bingen erwähnte sie in ihren Schriften und sagte ihnen eine besondere Wirkung nach. Entscheidend für die Herstellung von Edelsteinwasser ist es, Steine von guter Qualität und mit bestimmten Formen zu verwenden. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass sich nicht jeder Stein per se für das Einlegen in Wasser eignet. Manche Exemplare können dem Menschen sogar schaden, weswegen genaues Informieren vorab unabdingbar ist.

Edelsteinen, die sich zum Einlegen in Wasser eignen, werden besondere Fähigkeiten nachgesagt. So sollen sie ihre energetischen Fähigkeiten auf das Wasser übertragen und somit auch eine innere Anwendung möglich machen. Experten auf diesem Gebiet bemerken, dass die Wirkung von auf diese Weise angereichertem Wasser weit tiefer gehen soll, als es die oberflächliche Anwendung von Heilsteinen kann. Wie gut sich ein Wasserstein für die Verwendung eignet, wird dabei von dessen Qualität und seinen optischen Merkmalen bestimmt.

Um einen guten Wasserstein zu finden, ist etwas Recherche nötig. So spielt auch die Herkunft des Steines eine Rolle, denn sie bietet Rückschlüsse auf Reinheit und Zusammensetzung. Ein hochwertiger Wasserstein ist stets rein, verfügt über eine gute Leuchtkraft und typische Farben und Muster. Fachleute empfehlen außerdem die Verwendung roher Steine und Bruchstücke, da diese am wenigsten bearbeitet wurden und durch Einkerbungen und Unebenheiten über eine größere Oberfläche verfügen. Bruchstücke und unebene Steine sollten vor der Nutzung jedoch gründlich auf eventuelle Splitter geprüft werden. Soll die Gefahr von Absplitterungen gemildert werden, eignen sich auch vorgetrommelte Steine zum Einlegen in Wasser.

Die Wirkung, die Wassersteinen nachgesagt wird

Wie bereíts erwähnt, stützt sich die Wirkung der Wassersteine nicht auf wissenschaftliche Studien und Erkenntnisse. Dennoch ist es durchaus interessant, einige Steine und deren theoretische Wirkung etwas näher kennenzulernen. Allgemein wird Wassersteinen nachgesagt, dass sie sich auf die seelische, körperliche und geistige Balance auswirken, Blockaden lösen und Harmonie erzeugen können. In diesem Zusammenhang gibt es einige Menschen, die Wassersteine bei Beschwerden wie Bluthochdruck, Migräne, Stress und Abgeschlagenheit einsetzen und auf Linderung hoffen.

Am häufigsten zu finden ist hier die sogenannte Basismischung aus

  • Amethyst,
  • Bergkristall
  • und Rosenquarz.

Viele Menschen verbinden mit dem Bergkristall eine harmonisierende Wirkung, die den Verstand aufklären soll. Dem Amethyst wird eine vitalisierende Wirkung nachgesagt, während der Rosenquarz als reinigend gilt.

Weitere Wassersteine, an deren Wirkung viele Menschen glauben, sind Sodalith, Aventurin, Prasem, Magnesit und Roter Jaspis. Sodalith soll das Selbstbewusstsein stärken,  Aventurin entspannend wirken und Prasem wird eine harmonisierende Wirkung bei Konflikten nachgesagt. Roter Jaspis und Magnesit sollen bei der Regulierung der Verdauung helfen und Diäten erleichtern.

Das Feld der Wassersteine und somit auch der vermuteten Wirkungsweisen ist inzwischen sehr groß. Wer sich für den Einsatz dieser Steine interessiert, sollte jedoch erneut an das Fehlen wissenschaftlicher Belege erinnert werden. Auch hier kommt es vor allem auf den Glauben an.

Vorsicht vor ungeeigneten Steinen

Viele Menschen, die Wassersteine für sich nutzen möchten, wissen nicht um die potenzielle Gefahr, die von manchem Gestein ausgehen kann. So gibt es Exemplare, die sich für das direkte Einlegen in Wasser nicht eignen und sogar gesundheitsschädlich sein können. Diese Steine dürfen keinesfalls mit Wasser in Verbindung kommen, das später am und im Körper verwendet wird. Allergische Reaktionen und sogar Vergiftungen könnten sonst die Folge sein.

Zu diesen Steinen zählen unter anderem

  • Türkis,
  • Malachit,
  • Tigerauge,
  • Azurit
  • und Pyrit.

Sie sondern bei Kontakt mit Wasser giftige Stoffe ab, die sich negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken können.

Da es sich hierbei um eine unvollständige Aufzählung handelt, gibt es noch weitere Steine, die sich nicht zur Erzeugung von Edelsteinwasser eignen. Folglich ist es von größter Wichtigkeit, dass jeder Edelstein vor seiner Verwendung in Wasser auf seine Eignung hierfür überprüft wird. Gleiches gilt auch für Steinmischungen, deren einzelne Bestandteile nicht genannt werden. Von diesen sollten Interessierte grundsätzlich Abstand halten, um ein gesundheitliches Risiko zu vermeiden. Auch Steine, die mit Ölen und Wachsen behandelt sind, etwa zur optischen Verschönerung, dürfen nicht für Edelsteinwasser verwendet werden.

Steine, die sich nicht für Edelsteinwasser eignen, können unter Umständen auf andere Art und Weise genutzt werden. So gibt es die Möglichkeit, diese in Reagenzgläser oder Glasschälchen zu legen. Schälchen und Glas werden dann in das Wasser gestellt und sollen – dem Glauben mancher Experten nach – auf diese Weise eine Übertragung der Energie möglich machen. Wichtig ist jedoch, dass die Steine dabei niemals in Berührung mit dem Wasser kommen.

Letztlich ist der Bereich der Wassersteine nur dann sicher nutzbar, wenn ein verantwortungsbewusster Umgang hiermit gepflegt wird. Bestehen Zweifel an der Eignung eines Steines, zeigen sich Absplitterungen und gelöste Teile im Wasser, so sollte das Edelsteinwasser nicht getrunken werden.

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