Tarotkarten legen bedeutet, aus einem 78-Karten-Deck gezielt Karten zu ziehen, sie in einem bestimmten Muster (einem sogenannten Legesystem) auszulegen und ihre Symbolik auf eine Frage oder Lebenssituation zu beziehen. Für Anfänger eignen sich die Drei-Karten-Legung und die Kreuzlegung am besten. Weder Hellseherei noch Wahrsagerei im klassischen Sinne stecken dahinter, sondern ein Werkzeug zur Selbstreflexion und Intuitionsförderung.
Key Takeaways
🃏 Ein Tarot-Deck besteht aus 78 Karten: 22 Große Arkana (Karten 0–21) und 56 Kleine Arkana.
🔮 Für den Einstieg genügt es, mit der Großen Arkana zu arbeiten, bevor man das vollständige Deck nutzt.
🧭 Die Drei-Karten-Legung (Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft) ist die einfachste und vielseitigste Methode für Anfänger.
✋ Die Kreuzlegung mit vier Karten zeigt Situation, Unwichtiges, Beachtenswertes und den nächsten Schritt.
🌀 Manche Legende nutzen sogenannte Jumper Cards (Karten, die beim Mischen herausfallen) als Hinweis, welche Karte besondere Aufmerksamkeit verdient
📖 Tarot ist kein Orakel mit festen Antworten, sondern ein Spiegel der eigenen Psyche und Intuition.
🕯️ Eine ruhige Atmosphäre, eine klare Frage und ein offener Geist sind die drei wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Legung.
⚠️ Häufiger Anfängerfehler: zu viele Karten auf einmal ziehen, bevor man die Grundsymbolik kennt.
📅 Regelmäßige Praxis, etwa eine Tageskarte jeden Morgen, beschleunigt das Lernen deutlich.
🌟 Tarot ersetzt keine professionelle psychologische oder medizinische Beratung, kann aber als ergänzendes Reflexionswerkzeug wertvoll sein.
Was ist Tarot überhaupt, und woher kommt es?
Tarot ist ein Kartensystem, das ursprünglich im 15. Jahrhundert in Norditalien als Spielkarte entstand und erst ab dem 18. Jahrhundert systematisch für Orakel und Selbstreflexion genutzt wurde. Heute ist es eines der bekanntesten esoterischen Werkzeuge weltweit.
Das klassische Tarot-Deck besteht aus 78 Karten, aufgeteilt in zwei Gruppen:
GruppeAnzahlInhaltGroße Arkana22 Karten (0–21)Archetypen wie Der Narr, Der Magier, Die Hohepriesterin, Das Rad des SchicksalsKleine Arkana56 KartenVier Farben: Stäbe, Kelche, Schwerter, Pentakel (je 14 Karten)
Für Anfänger empfiehlt es sich, zunächst nur mit der Großen Arkana zu arbeiten [1]. Diese 22 Karten repräsentieren die großen Lebensthemen und Archetypen, die jeder Mensch kennt: Veränderung, Verlust, Neubeginn, Stärke, Illusion. Sie sind bildstärker und leichter zu deuten als die oft abstrakteren Karten der Kleinen Arkana.
Das bekannteste Deck für Einsteiger ist das Rider-Waite-Tarot, erstmals 1909 veröffentlicht. Seine klaren, figurativen Illustrationen machen die Symbolik zugänglich, ohne Vorkenntnisse vorauszusetzen.
Wie funktioniert Tarotkarten legen grundsätzlich?
Tarotkarten legen folgt immer demselben Grundprinzip: Eine Frage oder ein Thema wird im Geist gehalten, die Karten werden gemischt, und dann werden eine oder mehrere Karten in einem festgelegten Muster ausgelegt. Jede Position im Muster hat eine vordefinierte Bedeutung, die mit der Kartensymbolik kombiniert wird.
Der Prozess in fünf Schritten:
Frage formulieren – Konkret, offen, auf die eigene Situation bezogen. Nicht: „Werde ich reich?“ Besser: „Was sollte ich in meiner beruflichen Situation beachten?“
Atmosphäre schaffen – Ruhiger Ort, wenig Ablenkung, optional Kerze oder Räucherwerk.
Karten mischen – So lange, bis es sich richtig anfühlt. Dabei die Frage im Kopf halten.
Karten ziehen und auslegen – Entweder vom Stapel abheben oder intuitiv wählen.
Deuten – Jede Karte in ihrer Position interpretieren, Verbindungen zwischen den Karten erkennen.
💬 „Tarot gibt keine Antworten, die nicht schon in dir sind. Es macht sie sichtbar.“
Ein wichtiger Punkt: Tarotkarten legen ist keine Wahrsagerei im Sinne einer unabänderlichen Zukunftsvorhersage. Die Karten zeigen Tendenzen, Energien und Perspektiven, die zum Zeitpunkt der Legung relevant sind. Was man daraus macht, liegt bei einem selbst [3].
Welche Legesysteme eignen sich für Tarotkarten legen als Anfänger?

Für den Einstieg ins Tarotkarten legen gibt es zwei bewährte Methoden, die auch nach Jahren regelmäßiger Praxis noch wertvoll bleiben.
Die Drei-Karten-Legung
Die Drei-Karten-Legung ist die einfachste strukturierte Methode. Drei Karten werden von links nach rechts ausgelegt, und jede Position steht für einen bestimmten Aspekt
Mögliche Bedeutungen der drei Positionen:
Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft
Ich – Partner – Beziehung
Situation – Hindernis – Lösung
Körper – Geist – Seele
Pro – Kontra – Ergebnis
Die Flexibilität dieses Systems ist ein großer Vorteil. Man kann die Bedeutung der Positionen je nach Fragestellung anpassen, solange man dies vor dem Ziehen der Karten festlegt.
Beispiel: Eine Frage zur beruflichen Orientierung könnte so aussehen:
Position 1 (links): Was bringt mich gerade zurück?
Position 2 (Mitte): Was ist meine aktuelle Stärke?
Position 3 (rechts): Welcher nächste Schritt ist sinnvoll?
Die Kreuzlegung (Vier-Karten-Methode)
Die Kreuzlegung nutzt vier Karten in einem Kreuz-Muster und ist etwas strukturierter als die Drei-Karten-Legung. Die Positionen bedeuten:
Oben: Was ist gerade die Situation?
Links: Was ist unwichtig / kann losgelassen werden?
Rechts: Was sollte besonders beachtet werden?
Unten: Was kommt als nächstes?
Diese Methode eignet sich gut für konkrete Entscheidungssituationen, weil sie explizit zwischen relevanten und irrelevanten Faktoren unterscheidet.
Wähle die Drei-Karten-Legung, wenn du schnell eine Perspektive auf eine Situation brauchst oder täglich mit Tarot arbeitest. Wähle die Kreuzlegung, wenn du vor einer konkreten Entscheidung stehst und verschiedene Aspekte strukturiert betrachten möchtest.
Wie mischt und zieht man die Karten richtig?
Es gibt keine einzig richtige Technik beim Mischen, aber einige Methoden haben sich in der Praxis bewährt. Das Wichtigste ist Konsistenz: Wähle eine Methode und bleibe dabei.
Drei gängige Misch-Methoden
1. Riffle Shuffle (Brücken-Mischen)
Klassisches Kartenmischen wie beim Poker. Gut für stabile Karten, aber bei großen Tarot-Karten kann das Deck dabei beschädigt werden.
2. Overhand Shuffle (Überlapp-Mischen)
Karten werden in kleinen Paketen von einer Hand in die andere übergeben. Sanfter und für große Karten besser geeignet.
3. Tisch-Mischen
Alle Karten werden auf dem Tisch verteilt und mit beiden Händen kreisförmig gemischt. Viele Leser bevorzugen diese Methode, weil sie intuitiver wirkt und mehr Kontakt mit den Karten ermöglicht.
Jumper Cards: Wenn Karten von selbst sprechen
Manche Praktizierende achten beim Mischen auf Jumper Cards, also Karten, die aus dem Deck herausfallen [5]. Diese werden nicht ignoriert, sondern separat gelegt und als besonders relevante Botschaft betrachtet. Ob man diese Praxis übernimmt, ist eine persönliche Entscheidung.
Wie viele Karten zieht man?
Das hängt vom gewählten Legesystem ab:
Tageskarte: 1 Karte
Drei-Karten-Legung: 3 Karten
Kreuzlegung: 4 Karten
Keltisches Kreuz (fortgeschritten): 10 Karten
Häufiger Anfängerfehler: Zu viele Karten ziehen, weil die erste Antwort unbefriedigend wirkt. Das führt zu Verwirrung statt Klarheit. Bleib beim gewählten System.
Wie deutet man Tarotkarten richtig?
Das Deuten ist der anspruchsvollste Teil des Tarotkarten Legens, und gleichzeitig der, der am meisten Freude bereitet, wenn man ein Gefühl dafür entwickelt hat.
Schritt 1: Die Karte als Bild betrachten
Bevor du das Handbuch aufschlägst, schau die Karte einfach an. Was fällt dir auf? Welche Farben dominieren? Welche Figuren sind zu sehen? Was ist deine erste, spontane Reaktion? Diese intuitive Erstreaktion ist oft wertvoller als jede Buchbedeutung.
Schritt 2: Symbolik und Grundbedeutung
Jede Karte der Großen Arkana trägt eine Kernbotschaft
Schritt 3: Karte in der Position lesen
Die Bedeutung einer Karte verändert sich je nach ihrer Position im Legesystem. Der Tod in der Position „Was lasse ich los?“ hat eine andere Aussage als Der Tod in der Position „Was kommt als nächstes?“
Schritt 4: Karten miteinander verbinden
Bei Mehrkartenlegungen entstehen die tiefsten Einsichten oft aus dem Zusammenspiel der Karten. Gibt es Widersprüche? Verstärken sich Themen? Welche Geschichte erzählen die Karten gemeinsam?
Umgekehrte Karten (Reversals)
Manche Leser deuten umgekehrt gezogene Karten (Reversed Cards) als abgeschwächte, blockierte oder nach innen gerichtete Version der normalen Bedeutung. Andere ignorieren Reversals gänzlich. Als Anfänger empfehle ich, zunächst ohne Reversals zu arbeiten, um die Grundbedeutungen zu festigen.
Welche häufigen Fehler sollte man beim Tarotkarten legen vermeiden?
Selbst erfahrene Leser kennen diese Fallstricke. Wer sie früh erkennt, entwickelt schneller eine verlässliche Praxis.
Fehler 1: Zu vage Fragen stellen
„Was wird aus meinem Leben?“ ist keine gute Tarot-Frage. Sie ist zu weit gefasst, um eine nützliche Antwort zu ermöglichen. Besser: „Was sollte ich in meiner aktuellen Beziehungssituation beachten?“
Gute Tarot-Fragen sind:
Offen (nicht Ja/Nein)
Auf die eigene Handlungsmacht bezogen
Konkret genug, um deutbar zu sein
Fehler 2: Karten so lange ziehen, bis die gewünschte Antwort kommt
Das nennt man „Fishing“ und untergräbt den Sinn der Legung. Wenn die erste Antwort unbequem ist, ist das oft ein Zeichen, dass sie besonders relevant ist.
Fehler 3: Jede Karte isoliert betrachten
Tarot-Karten sprechen miteinander. Eine einzelne Karte, die düster wirkt, kann durch die Nachbarkarten in einem völlig anderen Licht erscheinen.
Fehler 4: Zu häufig zur gleichen Frage legen
Wenn man dieselbe Frage täglich neu legt, weil man mit der Antwort unzufrieden ist, verliert die Praxis ihre Tiefe. Eine Faustregel: Zur gleichen Frage nicht öfter als einmal pro Woche legen.
Fehler 5: Bedeutungen auswendig lernen statt verstehen
Tarot-Handbücher sind Hilfsmittel, keine Gesetzbücher. Wer die Symbolik versteht, kann auch ohne Buch deuten. Wer nur auswendig lernt, bleibt abhängig von Definitionen und verliert den Zugang zur eigenen Intuition.
Wie entwickelt man eine regelmäßige Tarot-Praxis?
Eine konsistente Praxis ist der einzige Weg, um wirklich sicher im Tarotkarten legen zu werden. Sporadisches Legen alle paar Monate bringt kaum Fortschritt.
Die Tageskarte: Der einfachste Einstieg
Jeden Morgen eine Karte ziehen und sich fragen: „Was sollte ich heute beachten?“ Abends notieren, wie die Karte zum Tag gepasst hat. Diese einfache Übung baut innerhalb weniger Wochen ein tiefes Gefühl für die Karten auf.
Das Tarot-Tagebuch
Ein Notizbuch ausschließlich für Tarot-Legungen führen. Folgende Punkte festhalten:
Datum und Uhrzeit
Frage oder Thema
Gezogene Karten und ihre Positionen
Erste intuitive Reaktion
Buchbedeutung (kurz)
Persönliche Interpretation
Rückblick nach einigen Tagen: Was hat sich bewahrheitet?
Das Tagebuch ist das wertvollste Lernwerkzeug, das es gibt, weil es die eigene Entwicklung sichtbar macht.
Mondphasen und Jahreszeiten nutzen
Viele Praktizierende legen zu bestimmten Zeitpunkten besondere Legungen:
Neumond: Was möchte ich in diesem Monat beginnen oder manifestieren?
Vollmond: Was zeigt sich gerade? Was soll ich loslassen?
Jahreswechsel: Eine Jahreslegung für die kommenden Monate (etwa eine 12-Karten-Legung, eine Karte pro Monat)
Lernressourcen und Gemeinschaft
Bücher, YouTube-Kanäle und lokale Tarot-Kreise können den Lernprozess beschleunigen . Besonders wertvoll ist der Austausch mit anderen Lernenden, weil jeder Mensch dieselbe Karte etwas anders liest, und diese Vielfalt bereichert das eigene Verständnis.
Für wen ist Tarotkarten legen geeignet, und für wen nicht?
Tarot ist ein Werkzeug zur Selbstreflexion, das für die meisten Menschen in irgendeiner Form nützlich sein kann. Es gibt aber auch klare Grenzen.
Tarot ist geeignet für:
Menschen, die ihre Intuition schulen möchten
Personen in Entscheidungssituationen, die verschiedene Perspektiven suchen
Alle, die Meditation oder Journaling als zu abstrakt empfinden, aber eine strukturiertere Form der Selbstreflexion suchen
Kreative, die Tarot als Inspirationsquelle für Schreiben, Kunst oder Musik nutzen
Tarot ist weniger geeignet für:
Menschen in akuten psychischen Krisen, die konkrete therapeutische Unterstützung brauchen
Personen, die Tarot als einzige Entscheidungsgrundlage für wichtige Lebensfragen nutzen wollen
Alle, die Tarot mit absolutem Wahrheitsanspruch betreiben und keine Ambiguität tolerieren
⚠️ Wichtiger Hinweis: Tarot ersetzt keine psychologische, medizinische oder rechtliche Beratung. Bei ernsthaften persönlichen Krisen sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.
Tarot und Glaube
Tarot ist spirituell, aber nicht religiös gebunden. Es gibt christliche, buddhistische, atheistische und agnostische Tarot-Praktizierende. Man muss keine bestimmte Weltanschauung haben, um mit Tarot zu arbeiten. Es ist ein Werkzeug, kein Glaubenssystem.
Wie wählt man das richtige Tarot-Deck aus?
Die Auswahl des ersten Decks ist persönlich und sollte nicht überkompliziert werden. Das Deck, das einen visuell anspricht, ist in der Regel das richtige.
Kriterien für die Deck-Auswahl
Für Anfänger:
Rider-Waite-Tarot (oder moderne Varianten davon): Klare Bilder, gut dokumentiert, ideal zum Lernen
Thoth Tarot: Tiefer, symbolreicher, eher für Fortgeschrittene
Marseille Tarot: Historisch, weniger figurativ, anspruchsvoller zu deuten
Wichtige Fragen bei der Auswahl:
Spricht mich der Kunststil an?
Kann ich die Bilder gut „lesen“, ohne Handbuch?
Fühlt sich das Deck in meinen Händen gut an?
Digitale Decks und Apps
Es gibt zahlreiche Tarot-Apps, die für erste Experimente geeignet sind. Sie ersetzen jedoch nicht das physische Erlebnis des Mischens und Legens, das für viele Praktizierende ein wesentlicher Teil der Praxis ist.
Kauftipp: Viele Decks werden mit einem Begleitbuch (Little White Book oder ausführlichem Guidebook) geliefert. Für Anfänger ist ein Deck mit gutem Begleitbuch deutlich wertvoller als ein optisch spektakuläres Deck ohne Erklärungen.
Fazit und nächste Schritte
Tarotkarten legen ist zugänglicher als viele denken, und tiefer als viele zunächst vermuten. Es ist kein mystisches Talent, das man entweder hat oder nicht hat. Es ist eine Praxis, die mit Zeit, Aufmerksamkeit und Neugier wächst.
Meine Empfehlungen für den Start:
Besorge dir ein Rider-Waite-Deck oder eine moderne Variante davon. Es ist das am besten dokumentierte Deck und macht den Einstieg leichter.
Beginne mit der Tageskarte. Eine Karte pro Tag, jeden Morgen. Notiere deine Gedanken dazu.
Führe ein Tarot-Tagebuch von Anfang an. Rückblicke nach einer Woche zeigen oft verblüffende Zusammenhänge.
Lerne die 22 Karten der Großen Arkana, bevor du das vollständige Deck nutzt.
Probiere die Drei-Karten-Legung für konkrete Fragen. Sie ist einfach, flexibel und aussagekräftig
Vertraue deiner Intuition mehr als dem Handbuch. Das Handbuch ist ein Startpunkt, nicht das Ziel.
Sei geduldig. Ein tiefes Verständnis der Karten entwickelt sich über Monate, nicht über Wochen.
Tarot ist letztlich ein Spiegel. Was du darin siehst, sagt mehr über dich aus als über die Karten. Und genau darin liegt sein Wert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss man psychische Fähigkeiten haben, um Tarot zu legen?
Nein. Tarot ist ein Werkzeug zur Selbstreflexion und Intuitionsförderung, das jeder erlernen kann. Keine besonderen psychischen Fähigkeiten sind erforderlich.
Wie lange dauert es, Tarot zu lernen?
Die Grundlagen der Drei-Karten-Legung kann man in wenigen Stunden erlernen. Ein tiefes Verständnis aller 78 Karten und ihrer Wechselwirkungen entwickelt sich über Monate bis Jahre regelmäßiger Praxis.
Darf man sich selbst Tarot legen?
Ja, und viele Praktizierende legen ausschließlich für sich selbst. Selbstlegungen können durch emotionale Nähe zum Thema manchmal schwieriger zu deuten sein, aber sie sind vollkommen legitim und wertvoll.
Was bedeutet es, wenn man immer dieselbe Karte zieht?
Wiederkehrende Karten werden oft als Hinweis interpretiert, dass ein bestimmtes Thema besondere Aufmerksamkeit verdient. Es lohnt sich, tiefer in die Bedeutung dieser Karte einzutauchen und zu fragen, welches Lebensthema sie anspricht.
Kann Tarot die Zukunft vorhersagen?
Tarot zeigt Tendenzen und Energien, die zum Zeitpunkt der Legung aktiv sind. Es handelt sich nicht um eine deterministische Vorhersage, sondern um eine Momentaufnahme möglicher Entwicklungen, die durch eigene Entscheidungen beeinflusst werden können [3].
Wie bewahrt man Tarot-Karten auf?
Viele Praktizierende bewahren ihre Karten in einem Tuch aus Naturmaterial (Seide oder Baumwolle) oder in einer Holzbox auf. Das schützt die Karten und schafft einen bewussten Rahmen für die Praxis. Es gibt keine zwingenden Regeln, aber Sorgfalt im Umgang mit dem Deck fördert die Verbindung zu ihm.
Sollte man das Deck anderer Menschen anfassen?
Das ist eine persönliche Entscheidung. Manche Leser lassen niemanden ihr Deck berühren, andere reichen es bewusst an die fragende Person weiter, damit diese ihre Energie einbringen kann. Beide Ansätze sind verbreitet.
Was ist der Unterschied zwischen Tarot und Lenormand-Karten?
Lenormand-Karten sind ein anderes Kartensystem mit 36 Karten und einer direkteren, weniger symbolischen Bildsprache. Tarot ist komplexer und vielschichtiger; Lenormand gilt oft als konkreter und alltagsnäher in seinen Aussagen.
Wie oft sollte man Tarot legen?
Das ist individuell. Viele Praktizierende legen täglich eine Tageskarte und bei Bedarf ausführlichere Legungen. Zur gleichen Frage sollte man nicht öfter als einmal pro Woche legen, um die Aussagekraft zu erhalten.
Kann man Tarot online oder mit digitalen Apps lernen?
Ja, es gibt gute Lernressourcen online, darunter YouTube-Kanäle und Tarot-Apps. Für die eigentliche Praxis empfehlen die meisten erfahrenen Leser jedoch ein physisches Deck, weil das Mischen und Anfassen der Karten Teil des Prozesses ist.
