Quick Answer
Die Kombucha-Zweitfermentation ist der Schritt, bei dem du deinen fertigen Kombucha in verschlossene Flaschen füllst, Früchte oder Zucker hinzugibst und ihn 2 bis 4 Tage bei Raumtemperatur stehen lässt. Dabei entsteht CO₂ im geschlossenen System, das im Getränk bleibt und für die typische Kohlensäure sorgt. Mit der richtigen Temperatur, etwas Fruchtzucker und druckfesten Flaschen klappt das auch für Einsteiger sehr gut.
Key Takeaways
- 🫙 Die Zweitfermentation findet in verschlossenen, druckfesten Flaschen statt, nicht im offenen Gärgefäß.
- 🍓 Fruchtzucker aus Früchten oder ein Teelöffel Zucker pro Flasche reicht als Nahrung für die Hefen aus.
- ⏱️ Die ideale Dauer liegt bei 2 bis 4 Tagen bei 20–24 °C, danach in den Kühlschrank.
- 🌡️ Zu warme Temperaturen (über 26 °C) produzieren zu viel Druck, zu kalte verlangsamen die Fermentation.
- ⚠️ Drucktest täglich: Flasche kurz antippen oder leicht drücken, um Überdruck zu erkennen.
- 🍋 Ingwer, Himbeere, Zitrone und Mango gehören zu den besten Früchten für Kohlensäure und Geschmack.
- 💶 Swing-Top-Flaschen (Bügelverschluss) kosten zwischen 1 und 4 Euro pro Stück und sind die beste Wahl.
- 🚫 Normale Schraubgläser oder PET-Flaschen ohne Druckfestigkeit sind nicht geeignet und können platzen.
- 🧪 Kombucha ist bereit für die Zweitfermentation, wenn er leicht säuerlich schmeckt und ein pH-Wert von etwa 2,5 bis 3,5 erreicht hat.
- 🏥 Bei falscher Handhabung kann übermäßiger Druck entstehen, der Flaschen zum Bersten bringt, deshalb täglich prüfen.
Was ist die zweite Fermentation bei Kombucha?
Die zweite Fermentation (kurz: F2) ist der Prozess, bei dem fertig fermentierter Kombucha in luftdichte Flaschen abgefüllt wird, damit das entstehende CO₂ nicht entweichen kann und das Getränk sprudelnd wird. Ohne diesen Schritt bleibt Kombucha flach und wenig prickelnd.
So funktioniert es im Kern: Die Hefen im Kombucha bauen den zugegebenen Zucker (aus Früchten oder reinem Zucker) weiter ab. Das dabei entstehende Kohlendioxid löst sich im Getränk, weil es nirgendwo hin kann. Sobald du die Flasche öffnest, perlt es auf, genau wie bei Sprudelwasser oder Bier.
Wichtig zu verstehen: Die erste Fermentation (F1) läuft im offenen Gärgefäß mit SCOBY und produziert Essigsäure, Milchsäure und erste Kohlensäure, die aber entweicht. Die Zweitfermentation macht aus dem flachen Kombucha ein echtes Sprudelgetränk.

Unterschied zwischen erster und zweiter Fermentation
| Merkmal | Erste Fermentation (F1) | Zweite Fermentation (F2) |
|---|---|---|
| Gefäß | Offenes Glas- oder Keramikgefäß | Verschlossene, druckfeste Flasche |
| Dauer | 7 bis 14 Tage | 2 bis 4 Tage |
| SCOBY dabei? | Ja | Nein |
| Zucker | Aus dem Ansatz | Aus Früchten oder Zusatz |
| Kohlensäure | Entweicht ins Freie | Bleibt im Getränk gespeichert |
| Ziel | Säure, Probiotika, Grundgeschmack | Kohlensäure, Aroma, Prickeln |
Die erste Fermentation schafft die Basis, die zweite macht das Getränk trinkfertig und sprudelnd. Wer nur F1 macht, bekommt einen guten, aber flachen Kombucha.
Wann ist Kombucha perfekt für die zweite Fermentation?
Kombucha ist bereit für die Zweitfermentation, wenn er leicht säuerlich schmeckt, nicht mehr zu süß ist und einen pH-Wert zwischen etwa 2,5 und 3,5 hat. Der genaue Zeitpunkt hängt von Raumtemperatur, SCOBY-Stärke und Teesorte ab.
Drei einfache Tests:
- Geschmackstest: Probier täglich. Wenn er leicht säuerlich und nicht mehr hauptsächlich süß schmeckt, ist er bereit.
- pH-Test: Günstige pH-Streifen (ca. 5–10 € für 100 Stück) zeigen den Wert an. Zielbereich: 2,5–3,5.
- Zeitregel: Bei 20–22 °C dauert F1 meist 7–10 Tage. Im Sommer (25+ °C) kann es schon nach 5 Tagen so weit sein.
Faustregel: Lieber einen Tag zu früh abfüllen als zu spät. Ein leicht zu süßer Kombucha produziert in F2 mehr Kohlensäure, weil noch mehr Zucker für die Hefen vorhanden ist.
Welche Zutaten brauche ich für mehr Kohlensäure?
Für eine gute Kohlensäure in der Kombucha-Zweitfermentation brauchst du vor allem eine Zuckerquelle und eine luftdichte Flasche. Mehr ist es wirklich nicht.
Die besten Zuckerquellen pro 300-ml-Flasche:
- 1 TL weißer Zucker oder Rohrzucker (schnell, zuverlässig)
- 2–3 EL frischer Fruchtsaft (Himbeere, Mango, Apfel)
- 1–2 Scheiben frischer Ingwer + 1 TL Zucker
- 1 EL Fruchtpüree (Erdbeere, Pfirsich)
- 3–5 frische Beeren (Himbeeren, Heidelbeeren)
Was mehr Kohlensäure bringt:
- Mehr Zucker = mehr CO₂, aber auch mehr Alkohol (Vorsicht bei Überdosierung)
- Wärmere Temperatur (22–24 °C statt 18 °C) beschleunigt die Produktion
- Längere Zweitfermentation (3–4 statt 2 Tage)
Was weniger Kohlensäure bringt:
- Zu kalte Umgebung
- Zu wenig Restaktivität im Kombucha (zu lange F1)
- Undichte Flaschen
Wenn du dich für gesunde Ernährung interessierst, lohnt sich auch ein Blick auf gesunde Lebensmittel für ein besseres Leben und wie fermentierte Getränke dazu passen.
Welche Früchte eignen sich am besten für die zweite Fermentation?
Früchte mit hohem natürlichem Zuckergehalt und aromatischen Verbindungen funktionieren am besten. Ingwer, Himbeere, Mango und Zitrone sind die bewährtesten Optionen.
Top-Früchte im Überblick:
| Frucht | Kohlensäure-Potenzial | Geschmack | Tipp |
|---|---|---|---|
| Ingwer (frisch) | ⭐⭐⭐⭐⭐ | Scharf, warm | 2–3 Scheiben + Zitrone |
| Himbeere | ⭐⭐⭐⭐ | Fruchtig-säuerlich | 3–5 Beeren pro Flasche |
| Mango | ⭐⭐⭐⭐ | Süß, tropisch | 2 EL Fruchtpüree |
| Zitrone/Limette | ⭐⭐⭐ | Frisch, säuerlich | Nur Saft verwenden |
| Apfel | ⭐⭐⭐ | Mild, süß | Frischer Saft, kein Konzentrat |
| Heidelbeere | ⭐⭐⭐ | Mild-fruchtig | Gut für Einsteiger |
| Ananas | ⭐⭐⭐⭐ | Tropisch-süß | Vorsicht: viel CO₂ |
Vorsicht bei: Zitrusschalen (Bitterstoffe), zu viel Fruchtfleisch (kann verstopfen), Milchprodukten (passen nicht zu Kombucha).
Wer generell auf gute Lebensmittellagerung achtet, findet in unserem Artikel über Gemüse richtig lagern hilfreiche Tipps, die auch beim Umgang mit frischen Zutaten nützlich sind.
Wie lange dauert die zweite Fermentation?
Die zweite Fermentation dauert in der Regel 2 bis 4 Tage bei Raumtemperatur (20–24 °C). Danach kommen die Flaschen in den Kühlschrank, wo die Fermentation fast vollständig stoppt.
Zeitplan nach Temperatur:
- 18–20 °C: 3–5 Tage (langsam, weniger Kohlensäure)
- 20–22 °C: 2–3 Tage (ideal für Einsteiger)
- 22–24 °C: 1,5–2 Tage (schnell, mehr Kohlensäure)
- Über 26 °C: Unter 24 Stunden möglich, aber Überdruck-Risiko steigt stark
Tagesplan für die Zweitfermentation:
- Tag 0: Abfüllen, Früchte/Zucker hinzugeben, Flasche verschließen
- Tag 1: Erste Druckprüfung (Flasche leicht antippen oder drücken)
- Tag 2: Zweite Prüfung, bei Swing-Top kurz öffnen und wieder schließen (sogenanntes „Burping“)
- Tag 3–4: Flasche in den Kühlschrank stellen
- Nach 12–24 h im Kühlschrank: Genießen
Wichtig: Jeden Tag kurz prüfen. Wenn die Flasche sich sehr hart anfühlt oder beim Antippen laut klingt, sofort kühlen oder vorsichtig etwas Druck ablassen.
Welche Fehler macht man bei der zweiten Fermentation?
Die häufigsten Fehler bei der Kombucha-Zweitfermentation sind falsche Flaschen, zu viel Zucker und das Vergessen der täglichen Druckkontrolle. Diese Fehler können das Getränk verderben oder im schlimmsten Fall die Flasche zum Bersten bringen.
Die 7 häufigsten Fehler:
- Normale Schraubgläser verwenden: Halten den Druck nicht aus, Deckel können sich verformen oder abspringen.
- Zu viel Zucker zugeben: Mehr als 1,5 TL pro 300 ml führt zu extremem Druck.
- Kein tägliches Burping: Besonders in warmen Räumen kann Druck sich schnell aufbauen.
- Zu lange bei Raumtemperatur lassen: Nach 4–5 Tagen wird es zu sauer und zu viel Alkohol entsteht.
- Kombucha zu früh abfüllen: Wenn F1 noch nicht fertig ist, fehlt die richtige Bakterienbalance.
- Flaschen zu voll füllen: Immer 3–5 cm Platz oben lassen, damit CO₂ Raum hat.
- Im Sommer vergessen zu kühlen: Bei 28+ °C kann Druck in weniger als 12 Stunden kritisch werden.
Häufiger Anfängerfehler: Viele denken, mehr Früchte = mehr Kohlensäure. Stimmt nur bedingt. Zu viel Fruchtfleisch kann Hefen blockieren und die Flasche verstopfen.
Ist die zweite Fermentation für Anfänger geeignet?
Ja, die Zweitfermentation ist auch für Anfänger gut machbar, solange man druckfeste Flaschen verwendet und täglich den Druck kontrolliert. Der Prozess selbst ist einfach, die Hauptgefahr liegt im unkontrollierten Druckaufbau.
Checkliste für Einsteiger:
- ✅ Bügelverschlussflaschen (Swing-Top) aus Glas kaufen
- ✅ Mit kleinen Mengen starten (2–3 Flaschen)
- ✅ Einfache Früchte wie Himbeere oder Ingwer wählen
- ✅ Täglich kurz prüfen (anfassen, nicht schütteln)
- ✅ Nach 2–3 Tagen in den Kühlschrank stellen
- ✅ Beim ersten Öffnen über der Spüle öffnen (Spritzgefahr)
Wähle Swing-Top-Flaschen, wenn: du gerade anfängst und keine Erfahrung mit Druckbehältern hast. Sie lassen sich leicht öffnen, sind günstig und halten normalen Kombucha-Druck gut aus.
Wer sich generell für gesunde Ernährung und fermentierte Lebensmittel interessiert, findet bei gesunder Ernährung gegen Entzündungen weitere nützliche Hintergründe.
Wie teuer ist das Equipment für die Kombucha-Zweitfermentation?
Das Equipment für die Zweitfermentation ist günstig. Für einen Einstieg reichen 10 bis 20 Euro, wenn man bereits Kombucha braut.
Kostenübersicht:
| Equipment | Kosten (ca.) | Notwendig? |
|---|---|---|
| Swing-Top-Flasche (500 ml) | 1,50–4 € pro Stück | ✅ Ja |
| pH-Teststreifen (100 Stück) | 5–8 € | Empfohlen |
| Trichter (Glas/Edelstahl) | 3–8 € | Empfohlen |
| Feinmaschiges Sieb | 3–10 € | Empfohlen |
| Flaschenreinigungsbürste | 3–6 € | Empfohlen |
| Thermometer | 5–12 € | Optional |
Gesamtkosten Einstieg: ca. 20–40 € für 4–6 Flaschen plus Zubehör.
Kann man ohne Spezialflaschen arbeiten? Alte Saft- oder Bierflaschen mit Bügelverschluss funktionieren, solange sie aus Glas und unbeschädigt sind. PET-Flaschen aus dem Supermarkt (z.B. Mineralwasserflaschen) funktionieren als Notlösung und haben den Vorteil, dass man den Druck durch Drücken fühlen kann, sind aber nicht ideal für regelmäßigen Einsatz.
Kann man die zweite Fermentation ohne spezielle Flaschen machen?
Ja, aber mit Einschränkungen. PET-Flaschen aus dem Lebensmittelbereich (z.B. Mineralwasserflaschen) sind eine funktionierende Alternative, weil man den Druck durch Drücken spüren kann. Normale Schraubgläser oder dünne Glasflaschen sind dagegen nicht geeignet.
Alternativen im Vergleich:
- PET-Mineralwasserflaschen: Funktionieren gut, einfacher Drucktest durch Drücken, aber nicht wiederverwendbar auf Dauer.
- Alte Bierflaschen mit Bügelverschluss: Gut geeignet, günstig, langlebig.
- Alte Sektflaschen: Sehr druckfest, ideal, aber schwer zu reinigen.
- Normale Schraubgläser: Nicht geeignet, Deckel können sich verbiegen oder abfliegen.
- Dünne Glasflaschen (z.B. alte Saftflaschen): Nicht geeignet, Berstgefahr.
Alternative Methoden für mehr Kohlensäure bei Kombucha
Neben der klassischen Zweitfermentation gibt es einige Tricks, mit denen du die Kohlensäure gezielt steigern kannst.
Methoden im Überblick:
- Ingwer-Bug hinzufügen: Ein selbst angesetzter Ingwer-Bug (fermentierter Ingwerwasser-Ansatz) gibt den Hefen einen Extra-Boost und produziert deutlich mehr CO₂.
- Wärmere Fermentationstemperatur: 23–24 °C statt 20 °C erhöht die Hefeaktivität spürbar.
- Etwas länger fermentieren: Statt 2 Tage, 3–4 Tage bei Raumtemperatur, aber täglich kontrollieren.
- Mehr Zucker (moderat): 1,5 TL statt 1 TL pro 300 ml, aber nicht mehr.
- Frischen Saft statt Fruchtpüree: Frischer Saft enthält mehr aktive Zucker und weniger Fruchtfleisch, das Hefen blockieren kann.
Meine Erfahrung: Ingwer kombiniert mit einem Teelöffel Rohrzucker ist die zuverlässigste Kombination für kräftige Kohlensäure. Das klappt fast immer, auch bei jungen SCOBYs.
Wie viel Kohlensäure kann man bei Kombucha erreichen?
Selbst gebrauter Kombucha kann eine ähnliche Kohlensäure wie kommerzielles Sprudelwasser erreichen, wenn Temperatur, Zuckermenge und Fermentationsdauer stimmen. Genaue Druckwerte variieren stark je nach Ansatz.
Kommerziell hergestellter Kombucha hat typischerweise einen CO₂-Gehalt von etwa 3–4 g/l (vergleichbar mit leicht prickelndem Mineralwasser). Selbst gebrauter Kombucha kann diesen Wert bei optimaler Zweitfermentation ebenfalls erreichen, manchmal sogar übertreffen.
Was die Kohlensäure beeinflusst:
- Menge und Art des Zuckers
- Temperatur während F2
- Dauer der Zweitfermentation
- Aktivität der Hefen im Kombucha
Wichtig: Zu viel Kohlensäure ist kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Sicherheitsrisiko. Wenn die Flasche sich extrem hart anfühlt, sofort kühlen und vorsichtig öffnen.
Gesundheitliche Risiken bei falscher Kohlensäure-Herstellung
Die größten Risiken bei der Kombucha-Zweitfermentation sind Druckaufbau in ungeeigneten Behältern, zu hoher Alkoholgehalt durch übermäßige Fermentation und im seltenen Fall Schimmelbildung bei unsauberem Arbeiten.
Risiken und wie man sie vermeidet:
| Risiko | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Platzende Flasche | Ungeeignetes Glas, zu viel Druck | Nur druckfeste Bügelverschlussflaschen verwenden |
| Zu viel Alkohol | Zu lange F2, zu viel Zucker | Max. 4 Tage F2, Zucker dosieren |
| Schimmel | Unsauberes Arbeiten | Alle Gefäße sterilisieren, sauber arbeiten |
| Übersäuerung | F2 zu lang bei Wärme | Kühlschrank rechtzeitig nutzen |
Kombucha enthält von Natur aus geringe Mengen Alkohol (meist 0,5–1,5 %). Bei langer Zweitfermentation kann dieser Wert steigen. Schwangere, Kinder und Menschen mit bestimmten Erkrankungen sollten das berücksichtigen. Wer sich über gesunde Ernährung bei chronischen Erkrankungen informieren möchte, findet bei gesunder Ernährung bei chronischen Krankheiten hilfreiche Informationen.
Schritt-für-Schritt: Kombucha-Zweitfermentation: So gelingt die perfekte Kohlensäure
Hier ist der vollständige Ablauf, kompakt zusammengefasst:
Was du brauchst:
- Fertiger Kombucha aus F1 (leicht säuerlich, pH 2,5–3,5)
- 4–6 Bügelverschlussflaschen (300–500 ml)
- Früchte oder Zucker deiner Wahl
- Trichter und Sieb
- Kühlschrank
Schritt-für-Schritt:
- Flaschen sterilisieren: Mit kochendem Wasser oder im Geschirrspüler reinigen.
- Früchte/Zucker einfüllen: Pro 300-ml-Flasche: 1 TL Zucker oder 2–3 EL Fruchtsaft.
- Kombucha einfüllen: Durch Sieb und Trichter, 3–5 cm Platz oben lassen.
- Flasche fest verschließen.
- Bei 20–24 °C lagern, nicht in der Sonne.
- Täglich Drucktest: Flasche antippen. Klingt hohl = wenig Druck. Klingt voll/hart = fast fertig.
- Nach 2–4 Tagen in den Kühlschrank stellen.
- Nach 12–24 h im Kühlschrank öffnen (über der Spüle, langsam).
Wenn du auch andere Bereiche deines Haushalts optimierst, findest du in unserem Artikel zum Kühlschrank richtig einräumen praktische Tipps, wie du deine frisch gebrauten Flaschen am besten lagerst.
FAQ: Häufige Fragen zur Kombucha-Zweitfermentation
Muss ich für die Zweitfermentation immer Früchte hinzufügen? Nein. Ein Teelöffel Zucker pro Flasche reicht aus, um Kohlensäure zu erzeugen. Früchte geben zusätzlich Aroma.
Wie erkenne ich, ob die Zweitfermentation funktioniert hat? Die Flasche fühlt sich nach 2–3 Tagen fester an als am Anfang, und beim Öffnen perlt das Getränk auf.
Kann ich Honig statt Zucker verwenden? Ja, aber Honig hat antimikrobielle Eigenschaften, die die Hefen leicht hemmen können. Roher Honig ist weniger geeignet als pasteurisierter.
Wie lange hält Kombucha nach der Zweitfermentation im Kühlschrank? Gut verschlossen hält er 2 bis 4 Wochen im Kühlschrank. Danach wird er sehr sauer, ist aber nicht schädlich.
Warum ist mein Kombucha nach der Zweitfermentation nicht sprudelnd? Häufige Gründe: undichte Flasche, zu wenig Zucker, zu kalte Temperatur oder zu kurze Fermentationszeit.
Kann ich die Zweitfermentation im Kühlschrank machen? Nein. Im Kühlschrank ist es zu kalt für aktive Hefen. F2 muss bei Raumtemperatur stattfinden.
Wie viel Alkohol hat Kombucha nach der Zweitfermentation? Typischerweise 0,5–1,5 %, bei langer F2 und viel Zucker kann es etwas mehr sein. Für Kinder und Schwangere ist Vorsicht geboten.
Kann ich Kombucha aus dem Supermarkt für die Zweitfermentation verwenden? Nur wenn er unpasteurisiert ist und noch aktive Kulturen enthält. Pasteurisierter Kombucha enthält keine aktiven Hefen mehr.
Wie oft sollte ich die Flaschen „burpen“ (kurz öffnen)? Bei 22+ °C einmal täglich. Bei 20 °C reicht es, jeden zweiten Tag zu prüfen.
Was mache ich, wenn meine Flasche zu viel Druck hat? Flasche sofort in den Kühlschrank stellen. Nach 2–3 Stunden kühlen, dann vorsichtig und langsam über der Spüle öffnen.
Kann ich Trockenfrüchte statt frischer Früchte verwenden? Ja, aber sie enthalten konzentrierteren Zucker. Entsprechend weniger verwenden (ca. 1–2 Stück pro Flasche).
Warum schmeckt mein Kombucha nach F2 zu sauer? Die Zweitfermentation war zu lang oder die Temperatur zu hoch. Beim nächsten Mal früher in den Kühlschrank stellen.
Fazit: Dein nächster Schritt zur perfekten Kohlensäure
Die Kombucha-Zweitfermentation: So gelingt die perfekte Kohlensäure ist kein Hexenwerk, aber sie verlangt Aufmerksamkeit bei drei Punkten: die richtigen Flaschen, die richtige Zuckermenge und tägliche Kontrolle.
Deine konkreten nächsten Schritte:
- Besorge dir 4–6 Bügelverschlussflaschen aus Glas (ca. 10–15 €).
- Starte mit einer einfachen Kombination: 1 TL Zucker + 2 Scheiben Ingwer pro Flasche.
- Stelle die Flaschen bei 20–22 °C auf und prüfe täglich den Druck.
- Nach 2–3 Tagen in den Kühlschrank, nach weiteren 12 Stunden genießen.
- Beim nächsten Ansatz experimentiere mit Früchten wie Himbeere oder Mango.
Wer gesunde Gewohnheiten aufbauen möchte, findet in unserem Artikel über Heilpflanzen sicher nutzen im Alltag weitere Inspiration für natürliche Gesundheitsrituale, die gut zu selbst gebrautem Kombucha passen.
Mit etwas Übung wirst du schnell ein Gefühl dafür entwickeln, wann dein Kombucha genau die richtige Kohlensäure hat. Und dann macht das Brauen wirklich Spaß.
Quellen
- Nummer, B. A. (2003). Fermented beverages. National Center for Home Food Preservation, University of Georgia. https://nchfp.uga.edu
- Jayabalan, R., Malbaša, R. V., Lončar, E. S., Vitas, J. S., & Sathishkumar, M. (2014). A review on kombucha tea—microbiology, composition, fermentation, beneficial effects, toxicity, and tea fungus. Comprehensive Reviews in Food Science and Food Safety, 13(4), 538–550.
- Villarreal-Soto, S. A., Beaufort, S., Bouajila, J., Souchard, J. P., & Taillandier, P. (2018). Understanding kombucha tea fermentation: A review. Journal of Food Science, 83(3), 580–588.
