Pflanzenheilkunde – fachlich Phytotherapie – ist die Anwendung von Heilpflanzen und ihren Zubereitungen bei Beschwerden. Sie arbeitet mit dem, was in Blättern, Blüten, Wurzeln und Rinden steckt: ätherischen Ölen, Bitterstoffen, Gerbstoffen, Schleimstoffen, Flavonoiden. Anders als ein einzelner isolierter Wirkstoff wirkt dabei immer ein Vielstoffgemisch – das macht die Wirkung oft milder, aber auch schwerer genau zu bestimmen.

Diese Seite ist der Einstieg in rund 160 Beiträge zum Thema: einzelne Pflanzen von A bis Z, Anwendungsgebiete, Zubereitung, Anbau und die Traditionen, aus denen das Wissen stammt.

Wichtiger Hinweis

Die Texte auf dieser Seite und in den verlinkten Beiträgen sind redaktionelle Information, keine medizinische Beratung. Heilpflanzen können wirken – und was wirkt, kann auch Nebenwirkungen haben oder mit Medikamenten in Wechselwirkung treten. Bei anhaltenden, unklaren oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände. Das gilt besonders in der Schwangerschaft, bei Kindern und bei Dauermedikation.

Heilpflanzen von A bis Z

55 Pflanzen, jeweils mit Herkunft, Inhaltsstoffen, traditioneller Anwendung und den Grenzen der Anwendung.

  • Ackerschachtelhalm – kieselsäurereich, traditionell für Haut, Haare und Bindegewebe
  • Algen – Meerespflanzen als Mineral- und Jodlieferanten
  • Aloe Vera – das Blattgel als Klassiker der Hautpflege
  • Andorn – alte Bitterpflanze, traditionell bei Husten
  • Arnika – äußerlich bei Prellungen und stumpfen Verletzungen
  • Baldrian – die bekannteste Beruhigungspflanze Europas
  • Bärlauch – der wilde Verwandte des Knoblauchs
  • Beinwell – traditionell als Auflage bei Zerrungen
  • Blutwurz – stark gerbstoffhaltige Wurzel
  • Bockshornklee – Gewürz und Heilpflanze zugleich
  • Brennnessel – harntreibend und mineralstoffreich
  • Cannabis – medizinische Anwendung im Überblick
  • Echinacea – der Sonnenhut und das Immunsystem
  • Eibisch – Schleimstoffe für gereizte Schleimhäute
  • Eisenkraut – Verbene mit langer Ritualgeschichte
  • Ephedra – traditionelle Pflanze mit strenger Regulierung
  • Fenchel – Gemüse, Gewürz und Teeklassiker
  • Frauenmantel – traditionell in der Frauenheilkunde
  • Gelber Enzian – die bitterste heimische Wurzel
  • Ginseng – die Wurzel der traditionellen ostasiatischen Medizin
  • Goldrute – traditionell für die Nieren
  • Grüner Tee – Catechine und ihre Wirkung
  • Holunder – Blüten und Beeren im Winter
  • Ingwer – die scharfe Wurzel aus der asiatischen Küche
  • Johanniskraut – die am besten untersuchte Stimmungspflanze
  • Kamille – der Allrounder in jeder Hausapotheke
  • Katzenkralle – Liane aus dem Amazonasgebiet
  • Knoblauch – Küchenpflanze mit langer Heiltradition
  • Kratom – umstrittene Pflanze mit rechtlichen Fragen
  • Kurkuma – Gelbwurz und Curcumin
  • Lavendel – Duft, Beruhigung und Gartenpflanze
  • Lotus – Symbolpflanze zwischen Ritual und Anwendung
  • Löwenzahn – Bitterstoffe für Leber und Galle
  • Mariendistel – Silymarin und die Leber
  • Melisse – Zitronenmelisse für Nerven und Schlaf
  • Passionsblume – traditionell bei innerer Unruhe
  • Pfefferminze – Menthol, Tee und ätherisches Öl
  • Rhodiola – Rosenwurz als Adaptogen
  • Ringelblume – Calendula für die Haut
  • Rosmarin – anregendes Küchen- und Gartenkraut
  • Roter Klee – Wildpflanze mit Isoflavonen
  • Salbei – Gerbstoffe für Mund und Rachen
  • Sanddorn – eine der vitamin-C-reichsten Früchte
  • Schafgarbe – Bitterstoffe und Ätherisches
  • Spitzwegerich – die Wiesenpflanze für die Atemwege
  • Süßholz – Wurzel der Lakritze
  • Süßklee – heimische Wildpflanze für den Garten
  • Tausendgüldenkraut – ausgeprägte Bitterpflanze
  • Teebaumöl – ätherisches Öl aus Australien
  • Thymian – Küchenkraut mit Thymol
  • Wacholder – Beeren als Gewürz und Heilmittel
  • Walnuss – Blätter, Schale und Kern
  • Weißdorn – traditionell für Herz und Kreislauf
  • Zistrose – polyphenolreiche Mittelmeerpflanze
  • Zitronenverbene – Duftpflanze mit zitroniger Note

Nach Beschwerden und Körpersystemen

Welche Pflanzen bei welchem Thema traditionell eingesetzt werden – und wo die Selbstbehandlung aufhört.

Atemwege und Erkältung

Verdauung und Darm

Herz, Kreislauf und Blutdruck

Leber, Nieren und Entgiftung

Nerven, Schlaf und Stimmung

Kopf und Gedächtnis

Haut und Wundheilung

Immunsystem und Abwehr

Schmerzen

Zyklus, Hormone und Wechseljahre

Stoffwechsel und Blutzucker

Allergien

Zahn- und Mundpflege

Älterwerden und Vitalität

Kinder und Tiere

Zubereitung und Anwendung im Alltag

Tee, Tinktur, Ölauszug, Salbe: Die Zubereitung entscheidet mit, welche Inhaltsstoffe überhaupt in Wirkung kommen. Wasser löst andere Stoffe als Alkohol, und Hitze zerstört manches, was kalt erhalten bleibt.

Anbau, Sammeln und Garten

Viele Heilpflanzen wachsen vor der Haustür oder lassen sich auf wenigen Quadratmetern ziehen. Beim Sammeln in der Natur gilt: nur, was sicher bestimmt ist.

Traditionen, Herkunft und Einordnung

Pflanzenheilkunde ist keine einzelne Lehre, sondern eine Sammlung von Traditionen: europäische Klostermedizin, traditionelle chinesische Medizin, Ayurveda, indigene Heilkunde. Sie unterscheiden sich nicht nur in den Pflanzen, sondern in ihrem Krankheitsverständnis.

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